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Die Bürgermeisterkandidaten im Vergleich

Das Nittenauer JuNIT-Team bot Jugendlichen die Chance, die vier Bewerber um das Amt des Nittenauer Bürgermeisters persönlich unter die Lupe zu nehmen.

Nittenau. Ein ungewöhnliches Bild bot sich dem unbeteiligten Betrachter am Freitagabend im Jugendtreff Nittenau. Unter die etwa 20 Jugendlichen hatten sich vier „ältere“ Damen und Herren gemischt. Die Gruppe, die derzeit das JuNIT wieder auf Vordermann bringt, veranstaltete einen Bürgermeister-Kandidaten-Treff, um den Bewerbern um den Chefsessel im Rathaus auf den Zahn zu fühlen. Via facebook lud das JuNIT-Team zu der Veranstaltung und bot allen jungen Nittenauern die Möglichkeit, selbst Fragen an die Kandidaten zu stellen.

Die Bewerber stellen sich vor

Doch zuvor sollten sich Elisabeth Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), Tina Schmidt (CSU), Karl Bley (SPD) und Benjamin Boml (Freie Wähler) selbst in fünf Minuten jeweils einzeln vorstellen. Währenddessen mussten die drei anderen Kandidaten vor der Tür warten, um beim politischen Gegner nicht abkupfern zu können. Elisabeth Bauer setzte bei ihrer Vorstellung auf die Familien-Schiene, da viele der 17- bis 21-Jährigen ihren Sohn Stefan, genannt „Bob“, gut kennen. Tina Schmidt stellte ihre Vision vor, wie mehr Schulabsolventen in Lohn und Brot gebracht werden könnten. Karl Bley erläuterte, dass er weiterhin ein offenes Ohr für die Belange der Jugend habe und Veranstaltungen fördere. Benjamin Boml hatte einen „Heimvorteil“, da er noch selbst ins JuNIT gegangen war und erklärte locker, wie sich ein 31-Jähriger auf diese Ebene der „grauen Eminenzen“, womit er die Bürgermeisterkandidatur meinte, begeben konnte.

Nun durften die Mädchen und Jungen ihre Fragen an die Bewerber loswerden. Moderatorin Maria Weber leitete die Diskussion. „Was tun Sie als Bürgermeister für die Jugendarbeit in Nittenau?“, wollte Daniel Bauer wissen. Benjamin Boml regte einen WiFi-Hotspot am Marktplatz an und empfahl, die Facebook-Seite des JuNIT aufzumöbeln. Dazu merkte Karl Bley an, dass es am Freibad bereits einen Hotspot gebe, was unter den Jugendlichen aber größtenteils nicht bekannt war. Tina Schmidt und Elisabeth Bauer nahmen sich vor, einen hauptamtlichen Jugendbetreuer, bzw. einen Familienbeauftragten einzustellen. Dazu sagte Bley, dass Nittenau eine der ersten Kommunen gewesen sei, die einen Sozialarbeiter an der Schule eingestellt haben.

Besonders interessiert war das Team daran, was mit dem JuNIT nach der Wahl passiert. Das Gebäude in der Fischbacher Straße ist stark sanierungsbedürftig, weshalb es Gerüchte gebe, dass die Stadt es verkaufen wolle. Bürgermeister Bley versicherte, dass es derzeit keine Verkaufsgespräche gebe, und gab eine Bestandsgarantie von etwa fünf bis sechs Jahren. Tina Schmidt bemängelte allerdings, dass sich das Gebäude am Stadtrand befinde. Ihr wäre es lieber, wenn es zentral in der Ortsmitte geeignete Räume für einen Jugendtreff gäbe.

Nadine Habermeier wollte von den Kandidaten wissen, ob es möglich sei, bei Vermietungen des Jugendtreffs auch andere Alkoholika anzubieten als Bier. Viele Interessenten würden den Treff nämlich nicht mieten, wenn sie keinen Schnaps bekommen. Bei diesem Thema lagen alle vier Kandidaten auf einer Welle: Die Verantwortung sei für das JuNIT-Team einfach zu groß. „Es muss nur einmal etwas passieren und der Bürgermeister ist dran“, sagte Bley. Alkoholausschank an Jugendliche ließe sich einfach nicht verhindern und sei eine Nummer zu groß. Bislang ist bei Veranstaltungen im Jugendtreff um 1 Uhr Sperrstunde. Eine Verlängerung könnte es aber bei vereinzelten Veranstaltungen geben.

Frage nach einem Drogeriemarkt

„Wie schaut es aus mit einem Drogeriemarkt in Nittenau?“, wollte ein Mädchen wissen. Bürgermeister Bley erklärte den Zusammenhang zwischen dem Landesentwicklungsplan, der Nittenau nur eine Fläche von 230 Quadratmetern für Drogerieverkauf zugesteht und den 650 Quadratmetern, die große Drogeriemärkte heutzutage benötigen. Die Kandidaten informierten auch darüber, dass das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) dazu laufe. „Vor 2015 wird das aber sicher nichts mit einem Drogeriemarkt“, sagte Tina Schmidt.

Die Jugendlichen interessierte auch, was mit dem alten Edeka-Markt geschieht. „Die Halle wird gerade ausgeräumt“, sagte Bley. Ob die Stadt sie erwirbt und zum Beispiel dort eine Eventhalle verwirkliche, könne er aber nicht sagen, da man sich erst mit dem Verkäufer einig werden müsse.

Nach der Fragerunde kamen die Kandidaten und einige Jugendliche noch in kleineren Gruppen ins Gespräch. Bei dem ein oder anderen kristallisierte sich an diesem Abend auch schon ein persönlicher Favorit für den 16. März heraus.

Mittelbayerische Zeitung, 10.03.2014